Umwelt-Zahnmedizin: Kieferorthopädie im Spannungsfeld von Materialverträglichkeit - Werkstoffbiologische, immunologische und toxikologische Aspekte
Dr. med. dent. Johanna Graf
Die Kieferorthopädie gilt als eines der technisch anspruchsvollsten Teilgebiete der modernen Zahnmedizin. Sie arbeitet mit einer Vielzahl hochspezialisierter Apparaturen und nutzt dabei Materialien, die über eine lange Zeit bis dauerhaft im Mund verbleiben und in direktem Kontakt mit Schleimhäuten, Speichel und damit – über Diffusionsprozesse – dem gesamten Organismus stehen. Trotz ihrer engen biomedizinischen Verflechtung wird die Materialverträglichkeit kieferorthopädischer Werkstoffe bislang aber nur unzureichend im Kontext der Umwelt-Zahnmedizin betrachtet.
Dabei zeigt die Erfahrung, dass besonders Kinder und Jugendliche, deren Immunsysteme noch nicht voll ausgereift sind, empfindlich auf systemische Belastungen reagieren können. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Frage nach der biologischen Kompatibilität kieferorthopädischer Materialien eine zunehmend größere klinische Bedeutung.
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| Autor | Dr. med. dent. Johanna Graf |


