Herzenssache Mundgesundheit: Die orale Dysbiose als kardiometabolischer Risikofaktor
Adrian Rothfels, M.Sc.
Die Rolle der Mundhöhle im Krankheitsgeschehen wird in der klinischen Praxis häufig auf lokale Erkrankungen wie Karies oder Parodontitis reduziert. Dabei sprechen die wissenschaftlichen Daten längst eine andere Sprache. Dysbiotische Veränderungen der oralen Mikrobiota wirken als systemischer Entzündungsreiz und können zentrale pathophysiologische Prozesse kardiometabolischer Erkrankungen verstärken. Die Mundhöhle rückt damit zunehmend in den Fokus einer ganzheitlichen Präventionsmedizin. Moderne Mikrobiomforschung zeigt, wie Ernährung, Lebensstil und orale Hygiene das mikrobielle Gleichgewicht beeinflussen – mit direkten Auswirkungen auf Gefäßfunktion, Blutdruck und Stoffwechsel. Dieser Artikel beleuchtet die Mechanismen, über die orale Pathobionten kardiometabolische Erkrankungen fördern können, und zeigt zugleich diagnostische Zugänge sowie praxisnahe Strategien zur gezielten Stabilisierung der oralen Eubiose auf.
| Seiten | 9 |
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| Autor | Adrian Rothfels, M.Sc. |


