Gesund altern: Wie Telomerlänge, mitochondriale DNA-Deletionen und Entzündungsprozesse unsere Lebensspanne beeinflussen
Simone Ritter, MSc Prof. Dr. rer. nat. Lutz Schomburg
Longevity beschreibt das wissenschaftliche und medizinische Bestreben, nicht allein die Lebensspanne zu verlängern, sondern insbesondere die Healthspan – also jene Lebensjahre, die von körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit und Autonomie geprägt sind. Im Mittelpunkt steht dabei nicht das kalendarische Alter, sondern das biologische Alter, das den funktionellen Zustand von Zellen, Geweben und Regulationssystemen widerspiegelt. Dieses biologische Alter kann erheblich vom chronologischen Alter abweichen, da es davon abhängt, wie effizient Zellen Energie bereitstellen, Schäden reparieren und auf innere sowie äußere Stressoren reagieren. Zentrale Prozesse wie DNA-Stabilität, mitochondriale Funktion und Entzündungsregulation bestimmen maßgeblich, wie schnell oder langsam biologische Alterung voranschreitet [1 – 3]. Dieses Konzept wurde sehr prägnant schon Anfang des letzten Jahrhunderts vom Nobelpreisträger Alexis Carrel treffend zusammengefasst; es komme darauf an, nicht dem Leben mehr Jahre, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.
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| Autor | Simone Ritter, MSc Prof. Dr. rer. nat. Lutz Schomburg |


