Proteinbedarf im Alter - Zwischen Sarkopenie-Prävention und Darmgesundheit

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Dr. med. Claas Hohmann

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Einleitung

Ab dem 50. Lebensjahr verlieren wir pro Dekade etwa 1–2 Prozent unserer Muskelmasse, ab dem 60. Lebensjahr beschleunigt sich dieser Prozess deutlich. Die Konsequenzen reichen von erhöhter Sturzneigung über metabolische Dysregulation bis hin zu gesteigerter Mortalität. Tatsächlich gehören Muskelkraft und Ausdauerleistung zu den stärksten Prädiktoren für die Lebenserwartung überhaupt – mit größerem Einfluss auf die Mortalität als klassische Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes oder Bluthochdruck [1]. Die adäquate Proteinversorgung gilt als einer der wichtigsten modifizierbaren Faktoren zur Prävention der Sarkopenie. Doch hier zeigt sich ein klinisches Dilemma: Während der Proteinbedarf im Alter ansteigt, erschweren zahlreiche Faktoren dessen Deckung – von der anabolen Resistenz der Muskulatur über nachlassende Verdauungsleistung bis hin zur intestinalen Eiweißfäulnis bei unzureichender Proteolyse und Resorption im Dünndarm. Die DGE-Empfehlung von 0,8 g/kg Körpergewicht definiert lediglich den Minimalbedarf – nicht die optimale Zufuhr für Muskelerhalt. Internationale Fachgesellschaften empfehlen längst höhere Mengen. Der vorliegende Beitrag beleuchtet die Evidenzlage zum Proteinbedarf im Alter und zeigt praktische Lösungsansätze auf – unter Berücksichtigung von Menge, Qualität, Timing und Verdauungsoptimierung.

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Autor Dr. med. Claas Hohmann