Präziser diagnostizieren bei Allergien: ALEX³ und Basophiler Aktivierungstest als komplementäre Verfahren
Prof. Dr. med. Burkhard Schütz Julia Steffen
Allergische Erkrankungen stellen die Diagnostik häufig vor besondere Herausforderungen. Ähnliche Beschwerden können durch unterschiedliche Auslöser verursacht werden, gleichzeitig bedeutet ein positives Testergebnis nicht automatisch, dass tatsächlich eine klinisch relevante Allergie vorliegt. Entscheidend ist daher die gemeinsame Betrachtung von Anamnese, Exposition, Symptomatik und Labordiagnostik. Ein nachgewiesenes allergenspezifisches IgE zeigt zunächst eine Sensibilisierung an; von einer klinischen Allergie kann erst gesprochen werden, wenn nach Kontakt mit dem entsprechenden Allergen auch typische Beschwerden auftreten.
Die konventionelle Allergiediagnostik basiert vor allem auf Hauttests und dem Nachweis spezifischer IgE-Antikörper gegen Allergenextrakte. Diese Verfahren bilden weiterhin wichtige diag-
nostische Bausteine, können bei komplexen Sensibilisierungsmustern und Kreuzreaktionen jedoch an Grenzen stoßen. Moderne Verfahren erweitern die Diagnostik deshalb um zwei unterschiedliche Ebenen: Die molekulare Allergiediagnostik, wie sie im ALEX³-Test eingesetzt wird, ermöglicht eine detaillierte Charakterisierung der IgE-Sensibilisierung. Der Basophile Aktivierungstest (BAT) prüft dagegen, ob der Kontakt mit einem verdächtigen Allergen tatsächlich zu einer funktionellen Aktivierung von Effektorzellen führt.
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| Autor | Prof. Dr. med. Burkhard Schütz, Julia Steffen |


