Phyto- und Mykotherapie für die Frauengesundheit: Integrative Regulationsmedizin mit Qualitätsanspruch
Prof. Dr. Ingrid Gerhard, Sabine Bäumer
Abstract
Weibliche Regulationsprozesse unterliegen zyklischen, neuroendokrinen, immunologischen und metabolischen Dynamiken, die sich über das gesamte Leben hinweg verändern. Funktionelle Dysbalancen betreffen selten isolierte Organe, sondern spiegeln Störungen komplexer Achsen wider – insbesondere der Hypothalamus-Hypophysen-Ovar-Achse (HHO), der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA) sowie der Darm-Leber-Immunsystem-Verbindung. Phyto- und Mykotherapie stellen in diesem Kontext regulative Therapieoptionen dar, die nicht hormonell substituieren, sondern modulieren, stabilisieren und adaptative Prozesse fördern. Während Phytotherapeutika gezielt neuroendokrine und vegetative Prozesse beeinflussen, wirken Vitalpilze primär systemisch über immunmodulierende, adaptogene und entzündungsregulierende Mechanismen. Voraussetzung für klinische Verlässlichkeit sind standardisierte Extrakte, pharmakologisch sinnvolle Dosierungen, geprüfte Reinheit und eine klare Indikationsstellung.
| Seiten | 6 |
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| Autor | Prof. Dr. Ingrid Gerhard, Sabine Bäumer |


