Neurotoxizität und Verhaltensauffällig keiten: Wie Metalle die Aufmerksamkeit und Aktivität beeinflussen
Peter Jennrich
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstö rung (ADHS) zählt zu den häufigsten Störungen der Gehirnentwicklung im Kindes- und Jugendalter und äußert sich durch Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Weltweit sind etwa 5 – 7 % der Kinder betroffen. Die Ätiologie von ADHS gilt als multifaktoriell, wobei genetische Faktoren, neurobiologische Veränderungen sowie Umwelt- und Lebensstilfaktoren eine Rolle spielen. In den letzten Jahrzehnten hat sich das wissenschaftliche Augenmerk zunehmend auf Umwelttoxine gerichtet, insbesondere auf toxische Metalle wie Blei, Quecksilber oder Cadmium, die aufgrund ihrer neurotoxischen Eigenschaften die Gehirnentwicklung empfindlich stören können. Im Fokus der Aufmerksamkeit sollte dabei nicht so sehr die eher selten vorkommende akute Vergiftung mit einem Metall stehen, sondern vielmehr die chronische Mehrfachbelastung mit verschiedenen neurotoxischen Metallen, die eine zentrale Rolle bei verschiedenen chronischen Erkrankungen spielen kann. Dazu zählen neben neurodegenerativen Erkrankungen auch neuropsychiatrische Störungen wie ADHS.
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| Autor | Peter Jennrich |


