Histamin – Ein neuer therapeutischer Blick

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PhDr. Antje Rössler, MSc., MSc.

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Klagen Patientinnen und Patienten über allergische Beschwerden (ständig laufende Nase, tränende Augen, Hautirritationen, Juckreiz, Urtikaria, Ödeme, Asthma), Beschwerden wie Kurzatmigkeit, Herzrasen (Tachykardie), Blutdruckerhöhung oder -abfall, Schweißausbruch, Kopfschmerzen, Migräne, Gehirnnebel („Brain Fog“), Couperose, Angioödeme (Unterhautschwellung), schnelles Auftreten von Blutergüssen, psychische Belastungen (Unruhe, Angst, grundlose Sorgen, starke Müdigkeit, Unkonzentriertheit), Dysmenorrhoe, Histadelie, Kryptopyrrolurie (hohe Histaminspiegel im Blut), starke Gelenkschmerzen uvm., liegt die Vermutung einer Histamin-Intoleranz (HIT) nahe. Insbesondere, wenn diese Symptome während des Essens oder im zeitlichen Abstand von ca. 15–30 min. zur letzten Mahlzeit beginnend auftreten. Diese vielseitigen Symptome, die über die klassischen Darmbeschwerden, wie Blähungen, Bauchschmerzen/-krämpfe, Übelkeit, Verstopfung und Durchfall weit hinaus gehen können, müssen aber nicht immer auftreten und sind sehr häufig überschneidend anzutreffen. Deshalb ist es auch für Therapeutinnen und Therapeuten häufig schwierig, auf eine HIT zu schließen, da viele der Symptome einer Allergie sehr ähnlich sind.

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Autor PhDr. Antje Rössler, MSc., MSc.