Hämopyrrollaktamurie (HPU) – Pathophysiologische Grundlagen, klinische Manifestationen und therapeutische Perspektiven
Dr. med. Goran Stojmenovic
Die Hämopyrrollaktamurie stellt ein Stoffwechselphänomen dar, das vor allem in der funktionellen Medizin beschrieben wird und durch eine vermehrte Ausscheidung von Pyrrolverbindungen im Urin charakterisiert ist. Bei den nachweisbaren Substanzen handelt es sich in der Regel um Kryptopyrrole beziehungsweise Hydroxyhämopyrrolin2-on, die als Nebenprodukte der Häm-Synthese entstehen können. Diese Moleküle besitzen eine ausgeprägte Affinität zu Pyridoxal-5-Phosphat, der biologisch aktiven Form von Vitamin B6, sowie zu Zink und teilweise zu Mangan. Durch die Bildung stabiler Komplexe werden diese Mikronährstoffe vermehrt über die Nieren ausgeschieden. Dadurch kann ein funktioneller Mangel entstehen, obwohl die Aufnahme über die Ernährung ausreichend ist. Das Konzept der HPU ist in der konventionellen Medizin bislang nicht vollständig etabliert. Dennoch berichten zahlreiche Patienten mit chronischen, schwer erklärbaren Beschwerden über typische Symptomkonstellationen, die mit einer Störung des Pyrrolstoffwechsels in Zusammenhang gebracht werden. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Untersuchung möglicher biochemischer Mechanismen zunehmend an Bedeutung.
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| Autor | Dr. med. Goran Stojmenovic |


