Altern ist kein Uhrwerk, das statisch abläuft: Zellen können lernen, jung zu bleiben - „Nicht die Jahre in Deinem Leben zählen, sondern das Leben in Deinen Jahren“
Ursula Ehrhorn
Molekulare Signalnetzwerke der Langlebigkeit beeinflussen
Altern ist nicht nur „Zeit”, die verstreicht. Es ist Biologie: ein Zusammenspiel aus Signalwegen, Reparaturprogrammen und Stressantworten, manchmal wie ein perfekt dirigiertes Orchester, manchmal wie ein Orchester ohne den Dirigenten. In jeder unserer Zellen laufen ständig Entscheidungen ab: Reparieren oder aufgeben? Energie sparen oder investieren? Entzündung starten oder beenden? Zu den zentralen Dirigenten gehören NF-κB (Entzündungssteuerung), AMPK (Energiesensor), Sirtuine/NAD+ (epigenetische Wartung) und Nrf2 (zelluläre Schutzantwort). Dazu kommen mTOR, FOXO und die Mitophagie-Achsen – wie Zahnräder, die ineinandergreifen.
Wenn wir ein Zahnrad dauerhaft überdrehen (chronischer Stress, Schlafmangel, Überernährung), beschleunigt sich der Alterungsprozess. Wenn wir die Achsen harmonisieren, bleibt das System erstaunlich robust. Genau hier können Lebensstil und ausgewählte nutrikologische Strategien ansetzen.
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| Autor | Ursula Ehrhorn |


