Endometriose – Ursachen, Symptome, Diagnostik und moderne Therapieansätze
Prof. Dr. med. Ingrid Gerhard
Endometriose gehört zu den häufigsten chronischen gynäkologischen Erkrankungen bei Frauen im gebärfähigen Alter. Trotz ihrer weiten Verbreitung wird sie häufig erst spät erkannt. Viele Betroffene leiden über Jahre unter starken Schmerzen, Erschöpfung oder unerfülltem Kinderwunsch, bevor eine eindeutige Diagnose gestellt wird. Die Erkrankung beeinflusst nicht nur den Körper, sondern oft auch Psyche, Partnerschaft, Beruf und Lebensqualität.
Der Begriff „Endometriose“ leitet sich vom Wort Endometrium ab, also der Gebärmutterschleimhaut. Bei der Erkrankung siedelt sich gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter an. Diese Herde reagieren auf hormonelle Veränderungen während des Menstruationszyklus und können Entzündungen, Blutungen, Vernarbungen und Verwachsungen verursachen.
Lange Zeit galt Endometriose als „Frauenproblem“, über das wenig gesprochen wurde. Heute wird zunehmend erkannt, dass es sich um eine komplexe chronisch-entzündliche Erkrankung han-delt, die interdisziplinäre Betreuung und individuelle Therapieansätze erfordert (Gerhard 2020).
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| Autor | Prof. Dr. med. Ingrid Gerhard |


