Beeinträchtigung des zellulären Energiemetabolismus in Patienten mit chronischem Fatigue-Syndrom (CFS)

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PD Dr. rer. nat. et med. habil. Stephan Sudowe

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Nach viralen oder bakteriellen Infektionen treten zunehmend unabhängig von der Schwere der Infektionserkrankung und auch nach vollständiger Genesung der Patienten multisystemische Erschöpfungserkrankungen auf. Die anhaltenden Beschwerden, unter denen die Patienten leiden, sind vielfältig und betreffen oft mehrere Körpersysteme gleichzeitig – vom Nervensystem über das Blutgefäßsystem bis hin zum Immun- und Hormonsystem. Das Hauptsymptom, das diesen Erkrankungen gemeinsam ist, ist das chronische Fatigue-Syndrom (CFS), eine ausgeprägte körperliche Entkräftung, begleitet von neurokognitiven Ausfällen. Diese chronischen Erkrankungen werden daher auch unter der Bezeichnung postinfektiöses Erschöpfungssyndrom zusammengefasst. Die exakten pathologischen Mechanismen sind bislang nicht vollständig aufgeklärt. Aktuelle Studien weisen unter anderem auf eine schwere Störung des Energiestoffwechsels hin, verursacht durch eine mitochondriale Dysfunktion. Methodische Fortschritte in der Labordiagnostik ermöglichen seit geraumer Zeit die individuelle funktionelle Analyse der Mitochondrien hinsichtlich ihrer Kompetenz, den Energiebedarf des Organismus im Grundzustand und unter Belastung zu decken. Die Anwendung dieser Laborparameter kann die Diagnose eines mutmaßlichen Erschöpfungssyndroms unterstützen und objektivieren.

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Autor PD Dr. rer. nat. et med. habil. Stephan Sudowe